«geben und &annehmen!» – Freiwilligenengagements für Sorgende Gemeinschaften (2020–2022)

«geben&annehmen!» – Freiwilligenengagements für Sorgende Gemeinschaften (2020–2022)

Freiwilliges Engagement (FWE) ist unerlässlich für individuelle Teilhabe, gesellschaftliche Integration, Wohlstand, stabile demokratische Strukturen und soziale Bindungen (Bundesministerium 2019). Durch die Zunahme von hochaltrigen Menschen steigt der Bedarf an FWE zusätzlich. Gleichzeitig stossen professionelle Dienstleistungssysteme an finanzielle Grenzen (Ressourcenallokation!). Eine Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements (Dörner 2011) und der partizipativen Teilhabe (Schäffler et al. 2013) sind dringend notwendig. Aus der Gerontologie wissen wir gleichzeitig, dass Hilfsbedürftigkeit u.a. oft soziale Scham auslöst. Alter und Hilfsbedürftigkeit werden gesellschaftlich verdrängt. In der Folge stossen ältere Menschen und Angehörige an Kapazitätsgrenzen, was zu Überforderung und Krankheit führen kann (www.zfg.uzh.ch). Um die Annahme von Unterstützung zu fördern, braucht es somit einen Wandel in den Einstellungen und Werten der Gesellschaft.

Im Kanton Bern haben sich Gemeinden, grosse NGOs aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich und SeniorInnen zusammengeschlossen. Sie sehen Handlungsbedarf und Verbesserungspotenzial bei der

«Förderung von organisierten Freiwilligenangeboten» und bei der «Annahme von Freiwilligenunterstützung».

Das Projekt geben&annehmen! hat zum Ziel, die Qualität des Angebots und die Annahme von Unterstützung im Rahmen von kommunalen Netzwerken und Caring Communities zu fördern. Potenziale zur Optimierung des Angebots werden mit Fachleuten herausgearbeitet; Bedürfnisse, hindernde und fördernde Faktoren bei der Annahme von Unterstützung bei Betroffenen (inkl. Angehörigen) erhoben, Tools und Interventionen (Angebotsübersichten, Kommunikationshilfen, Schulungen) für Mittler von Freiwilligeneinsätzen (ÄrztInnen, Spitex-Mitarbeitende, Fachleute der sozialen Arbeit) getestet. Der Fokus liegt auf Menschen mit sozialer Benachteiligung. Die Ergebnisse stehen der ganzen Schweiz für die Multiplikation zur Verfügung.

Public Health Services hat die Projekteingabe verfasst und ist für die Projektleitung und -umsetzung verantwortlich.

Geldgeber

Gesundheitsförderung Schweiz

Trägerorganisationen

  • Benevol Bern
  • Caritas Bern
  • Gemeinde Jegenstorf und Langenthal
  • Graue Panther Bern
  • Kanton Bern (Gesundheits- und Fürsorgedirektion)
  • Netzwerk Caring Communities
  • Migros Genossenschaftsbund
  • Pro Aidants
  • Pro Senectute Kanton Bern
  • Reformierte Kirche Bern–Jura–Solothurn
  • Spitex Verband Kanton Bern
  • Stadt Bern

Kontakt

Andreas Biedermann