FairCare@Home – «Transparenz und Qualität in der Live-In-Betreuung» (2020-2025)
Schlussbericht
Die Trägerschaft (PHS Public Health Services und BFH Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit, Kompetenzzentrum Partizipative Gesundheitsversorgung) hat ihren Erfahrungs- und Evaluationsbericht zum Projekt (2020–2025) per Ende 2025 veröffentlicht.
Das Projekt in Kürze
Das Projekt FairCare@Home verfolgte das Ziel, ein Modell für faire, qualitativ hochwertige und gesetzeskonforme Live-in-Betreuung zuhause zu entwickeln. Es reagierte auf eine Versorgungslücke in der häuslichen Langzeitversorgung und griff zentrale gesellschaftliche und gesundheitspolitische Herausforderungen auf.
Im Zentrum stand die Frage, wie Live-in-Betreuung zuhause unter Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben und mit hoher Qualität organisiert werden kann. Das Projekt entwickelte hierfür ein innovatives Modell, das erstmals in der Schweiz
- die Zusammenarbeit zwischen Betreuungs- und Spitex-Organisationen systematisierte,
- die Rolle der Live-in-Betreuungspersonen als professionelle Akteur:innen stärkte,
- Tools zur Leistungsplanung und -dokumentation von Live-in-Betreuung erarbeitete,
- dazugehörende Qualitätsstandards interdisziplinär entwickelte,
- eine empirische Datengrundlage zur Live-in-Betreuung schaffen wollte.
Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit diversen Praxis-partner:innen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Betreuungsbereich. Alle relevanten Gruppen – betreute Personen, Angehörige, Betreuungspersonen, Betreuungsorganisa-tionen, Spitex-Organisationen, Gewerkschaften und kantonale Stellen – waren aktiv in die Entwicklung des Modells eingebunden.
Trotz grosser Resonanz und relevanter Erkenntnisse konnte das Projekt nicht in die geplante Testphase überführt werden. Die Gründe lagen in strukturellen und finanziellen Herausforderungen. Die gewonnenen Impulse und entwickelten Instrumente bleiben jedoch wertvoll für zukünftige Initiativen im Bereich der Langzeitversorgung zuhause. So sind unsere Erkenntnisse und Knacknüsse u.a. anschlussfähig an aktuelle Diskussionen zur Anstellung betreuender Angehöriger durch Organisationen und liefern hierfür relevante Impulse.
Der Erfahrungs- und Evaluationsbericht beschreibt den Fokus, den Verlauf sowie die zentralen Erkenntnisse aus dem Projekt.
Partner
- Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton St. Gallen
- AWH Alterswohnhilfe GmbH
- BESA Qsys
- betreuungs-spezialist
- Caritas Care
- Dienst für Pflege und Entwicklung Kanton St. Gallen
- Entlastungsdienst Schweiz – Kanton Bern
- Evang-ref. Kirche des Kantons St. Gallen
- Evang-ref. Kirchgemeinde Zürich
- Home Instead Schweiz
- Pro Senectute Zürich, Home 24
- Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Bern
- Schweizer Seniorenrat SSR
- Spitex Bachtel
- Spitex Bern
- Spitex Oberaargau AG
- Spitex Ostermundigen
- Spitex Sarganserland
- Spitex Schweiz
- Spitex-Verband Kanton Bern
- Spitex-Verband SG|AR|AI
- SWICA
- Swiss Carers
- Unia
- Verband “Zuhause leben”
- Beratung bei Rechtsfragen: Prof. Dr. Kurt Pärli, Universität Basel, Rechtswissenschaftliche Fakultät
Das Projekt wurde von diesen Stiftungen verdankenswerter Weise unterstützt:
Produkte
Die im Projekt erarbeiteten Tools und Materialien (siehe Liste) stehen auf Anfrage zur Verfügung.